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Sieg im Hackenheimer Flutlicht

Sonntag, 30. November 2025 · 17:00 UhrHerren Landesliga West, 18. Spieltag

Schiedsrichter: Jakob Tiedemann - ASV 1910 WinnweilerLinienrichter: Aaryan Ratna Kansakar - SV 1912 Morlautern, Silvan Engel - FV 1919 Rockenhausen

Zuschauer: 150

90

Spielbericht vom 30. November 2025

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Siegerfoto

     

    Titelfoto: Sebastian Bohr

    Meisenheims Keeper Leon Körner (weißes Trikot) musste im Spiel beim TuS Hackenheim als Feldspieler ran.

     

    Spielbericht auf FuPa.net

     

    Landesliga-Derby geht an die SG Meisenheim

    Landesligist TuS Hackenheim zieht gegen die SG Meisenheim beim 3:4 den Kürzeren

    Mit dem erhofften Erfolgserlebnis zum Jahresausklang wurde es nichts. Der TuS Hackenheim verlor das Heimderby am Felseneck gegen die SG Meisenheim 3:4. Dabei schaffte es die Mannschaft von Tim Hulsey zweimal, einen Rückstand aufzuholen. Nach dem letzten Treffer, den Nico Praß mit einem Freistoß fast von der Torauslinie besorgte (89.), war dann aber der Stecker endgültig gezogen. Zumal der TuS nach der Roten Karte gegen Felix Hadamitzky wegen einer Notbremse 40 Minuten in Unterzahl agieren musste.

    Der TuS trat von Beginn an wie eine Heimmannschaft auf, hatte die größeren Spielanteile, setzte einen Angriff nach dem anderen und kam auch zu Chancen. Die ersten beiden Treffer gelangen aber den Gästen. Filip Höft aus 20 Metern (18.) und Noel Eckel (25.) stellten auf 0:2. Beirren ließ sich die Hulsey-Truppe aber nicht. Paul Protzel stellte nach einer Ecke den Anschluss her (30.), Hans Steyer besorgte mit einem wahren Strahl den Ausgleich (44.). „Da hatten wir das Momentum eigentlich auf unsere Seite gezogen“, so Hulsey.

    Es kam aber anders. Unmittelbar vor der Pause ging die SG durch Eckel nach Abstimmungsproblemen in der TuS-Abwehr erneut in Führung. Hulsey wollte auch nicht verschweigen, dass die SG zwischenzeitlich auf 3:1 aus ihrer Sicht hätte stellen können. Pascal Pies machte aber mit seinem Spekulieren im Eins-gegen-eins alles richtig.

    Nach dem Wechsel blieb die SG über Umschaltmomente mit ihren schnellen Spitzen gefährlich, der TuS agierte seinerseits aber trotz Unterzahl entschlossen und belohnte sich mit dem erneuten Ausgleich, den Pierre Merkel mit Saisontreffer Nummer acht besorgte. Und dann passierte doch das, was auch dem Tabellenstand entspricht. Dem Vierten gelang beim Zwölften ein Tor, das so nicht fallen durfte. „Der Freistoß war nicht hart geschossen, kam irgendwie ins kurze Ecke, und Pascal stand lang“, schilderte Hulsey die Situation aus seiner Sicht.

     

    Video vom Spiel au FuPa.tv

     

     Spielszene

     

    Lieben Dank an Sebastian Bohr für die genialen Fotos vom Spiel!

     

     

    Bericht von Olaf Paare im Oeffentlichen Anzeiger

    Derbysieg der SG Meisenheim

    Torwart Körner spielt im Feld und richtig gut

    Das Derby der Landesliga hielt, was es versprochen hatte. Der TuS Hackenheim und die SG Meisenheim lieferten sich ein abwechslungsreiches und packendes Duell, in dem beide Widrigkeiten trotzten.

    Irgendwie wünschten sich die neutralen Zuschauer, dass der Schiedsrichter dieses Spiel nicht abpfeifen und noch um eine ganze Zeit verlängern würde. Packend, spannend, turbulent – viel besser geht Landesliga-Fußball kaum. Der ausgezeichnete Referee Jakob Tiedemann hatte nach gut acht Minuten Nachspielzeit dann aber doch ein Einsehen mit der SG Meisenheim/Desloch/Lauschied, die das Derby beim TuS Hackenheim mit 4:3 (3:2) gewann.

    Die SGM-Spieler auf dem Feld sackten zusammen, umarmten sich, die Bank inklusive zahlreicher Fans rannte jubelnd auf den Platz – die Freude über das achte unbesiegte Spiel in Folge fiel groß aus bei den Gästen, ehe es noch zu einigen Scharmützeln mit den unterlegenen Hackenheimern kam. Es waren nicht nur die drei nackten Punkte, die die Meisenheimer bejubelten. Es waren auch die Umstände.

    So waren die Personalprobleme so groß gewesen, dass Torwart Johannes Körner im Feld spielen musste. Und er machte seine Sache ausgezeichnet, gehörte mit großem Einsatz und einigen starken Aktionen zu den besten Meisenheimern. „Unsere Stärke ist, dass sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellt, auch wenn das bedeutet, dass der Torwart im Feld ran muss. Auch ein Moritz Wurdel ist kein gelernter Innenverteidiger, spielt jetzt da aber sehr gut“, sagte SGM-Trainer Jens Bohr, der die packenden Schlussminuten als Souffleur seiner Hintermannschaft hinter dem Tor verbracht hatte – das Einwechselspielerleibchen und die Tatsache, dass auch er auf dem Spielberichtsbogen stand, machten es möglich. Im Tor feierte Corin Gätcke eine starke Landesliga-Premiere – vor den Augen seiner langjährigen Waldböckelheimer Mitspieler, da der TuS das A-Klassen-Vorspiel bestritten hatte.

    Die Meisenheimer freuten sich aber auch deshalb so, weil sie etwas zu verlieren hatten. Schließlich führten sie früh. Filip Höft schloss einen guten Angriff über die linke Seite mit einem trockenen Schuss ab (18.). Ausgerechnet Höft, der eine bärenstarke Saison spielt, für den Torgefahr aber ein Fremdwort war. Bis Sonntagabend, da glückte ihm sein erstes Saisontor. Noel Eckel legte nach einem Freistoß nach (25.) und war nach einem weiteren ruhenden Ball auch für das 3:2 (45.) verantwortlich. Mit der Brust hatte ihm Körner den Ball maßgerecht serviert. Ab der 53. Minute lagen die Meisenheimer dann nicht nur in Führung, sie waren auch ein Mann mehr. Nach einem starken Körner-Ball in die Spitze zog Felix Hadamitzky gegen Laurenz Fach die Notbremse und musste mit der Roten Karte vom Feld. Angesichts dieser Vorteile wäre ein Remis, und das lag am Ende in der Luft, zu wenig gewesen für die Meisenheimer, deren Jubel also auch etwas von Erleichterung hatte.

    Die Hackenheimer dürfen auf der Habenseite einiges verbuchen. Sie steckten nach dem schnellen Rückstand nicht auf, glichen durch Paul Protzel (30., aus kurzer Distanz nach einem Eckball) und Hans Steyer (44., mit fulminantem Freistoß in den Winkel) aus. Später schafften sie es, dass dank großer Laufbereitschaft und viel Einsatz die Unterzahl nicht erkennbar wurde. Und doch belohnten sich die Gastgeber nicht, auch weil ihnen zweimal das gleiche Missgeschick passierte. Nach beiden Ausgleichstreffern hatten sie das Momentum auf ihrer Seite, das Spiel hätte jeweils komplett auf die TuS-Seite kippen können, doch das Wendemanöver misslang jeweils. Mehr noch, es gab direkt wieder Rückschläge. So dauerte es nur Sekunden und einen Freistoß, bis Eckel aus dem 2:2 ein 3:2 machte. Und nach dem 3:3 von Pierre Merkel, das Niklas Wollmann mit einer butterzarten Flanke exzellent vorbereitet hatte (82.), war es Nico Praß, der die Hackenheimer Hoffnungen zunichtemachte und die Meisenheimer jubeln ließ.

    Mit seiner letzten Aktion hatte der sichtlich angeschlagene Benny Hill einen Freistoß in der Nähe der Eckfahne herausgeholt. Alle Welt rechnete mit einer Flanke, doch Praß versuchte es direkt auf den kurzen Pfosten und überraschte Pascal Pies, der zuvor glänzend mehrere Kontersituationen der Meisenheimer unterbunden hatte. 89 Minuten waren da gespielt. Doch aufgrund der langen Nachspielzeit war die Partie noch nicht entschieden. Die Hackenheimer warfen alles nach vorne. „Es hätte zu diesem verrückten Spiel gepasst, wenn wir noch den Ausgleich machen oder sogar den Siegtreffer“, sagte TuS-Spielertrainer Tim Hulsey.

    Sein Wunsch erfüllte sich aber nicht, sodass er etwas sprachlos dem Ende der Siegesserie seines Teams gegenüberstand. „Es waren am Ende zu viele Nackenschläge, die wir hinnehmen mussten, mit dem frühen Rückstand, dem Platzverweis und den Gegentreffern nach unseren Ausgleichstoren“, analysierte der Coach. Seinem Team fehlten dieses Mal allerdings auch die klaren, spielerischen Ideen. Merkel wurde quasi mit jedem Ball nach vorne gesucht, doch die Meisenheimer Zentrale war darauf vorbereitet, allen voran das bärenstarke Quartett mit den Innenverteidigern Eckel, der nicht mehr aus dem Landesliga-Team wegzudenken ist, und Wurdel, der von Spiel zu Spiel stärker wird, sowie den Sechsern Leon Bock und Höft, der bester Meisenheimer war. Die vier zingelten Merkel immer wieder ein. „Die Mannschaft lebt, wirft alles rein, es macht großen Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten“, lobte Bohr, dessen Team nun mit einem interessierten Blick auf Rang zwei überwintert.

    TuS Hackenheim – SG Meisenheim/Desloch/Lauschied 3:4 (2:3)

    TuS Hackenheim: Pies – Hadamitzky, Baderschneider (90. Gilles), Protzel, Steyer (90. Oertel) – Sperling, Hulsey (84. Gäns), Dasli, Brede (62. N. Schneider) – Bubach (62. Wollmann) – Merkel.

    SG Meisenheim/Desloch/Lauschied: Gätcke – Hill (88. N. Bindig), Wurdel, Eckel, H. Hautz – Bock, Höft – Körner (72. König), Rodriguez – Praß, Fach.

    Schiedsrichter: Tiedemann (Winnweiler).

    Zuschauer: 200.

    Tore: 0:1 Höft (18.), 0:2 Eckel (25.), 1:2 Protzel (30.), 2:2 Steyer (44.), 2:3 Eckel (45.), 3:3 Merkel (82.), 3:4 Praß (89.).

    Rote Karte: Hadamitzky (53., Notbremse).

    Beste Spieler: Steyer – Höft, Eckel, Körner.

     

    Die Spiele unserer ZWEITEN und DRITTEN in Desloch

     

    SG M/DL II gegen den FC Bad Sobernheim

    0:2-Heimniederlage

    In einer von beiden Mannschaften engagiert geführten Begegnung waren die Gäste vor dem Tor kaltschnäuziger. Tumaj Dehghan (45.+1) brachte die Felkestädter in Front, Pascal Schomburg machte mit seinem Treffer den FCS-Sieg perfekt (82.). Der Unparteiische verteilte zahlreiche Karten, darunter zweimal Gelb-Rot für die Platzherren. „Das habe ich in 25 Jahren als Fußballer noch nicht erlebt, was wir an Chancen verballert haben“, zeigte sich der Meisenheimer Coach Fabian Müller fassungslos über „allein neun hundertprozentige Möglichkeiten, die wir kläglich vergeben haben“. Er berichtete: „Bis zur zweiten Gelb-Roten Karte kommt der Gegner nur drei Mal vor unser Tor und macht zwei Tore. Die Sobernheimer waren effizient.“

     

    SG M/DL III gegen den FC Bad Sobernheim II

    1:5-Heimniederlage

    SG-Torschütze: Moussa Diarra