Spielbericht von Olaf Paare in der Rhein-Zeitung
SG Meisenheim siegt 4:1
Körner und gute Umschaltmomente die Pluspunkte
Erst an Hexennacht wurde das Spiel aus dem November nachgeholt. Der SG Meisenheim wird der späte Termin egal sein, sie gewann in Zweibrücken. Und Schlag auf Schlag geht es weiter.
Der Bann ist gebrochen: Nach mehreren Niederlagen in Zweibrücken kehrte Fußball-Landesligist SG Meisenheim/Desloch/Lauschied dieses Mal mit einem Dreier nach Hause. Mit 4:1 (2:0) gewannen die Schützlinge von Trainer Jens Bohr.
Trotz des deutlichen Ergebnisses mussten die Gäste einige kritische Momente überstehen. „Um die Pause herum haben die Zweibrückener Druck gemacht, aber wir haben gutgestanden, und bei den Chancen, die sich ergaben, hat Johannes Körner im Tor stark pariert“, berichtete Bohr. Er hatte Defizite im TSC-Rückzugsverhalten ausgemacht, die sein Team mit klugen Umschaltmomenten nutzte. „Deshalb bin ich auch sehr zufrieden mit der Leistung der Jungs“, bilanzierte der Coach.
Maurizio Lörsch bleibt der Meisenheimer Pechvogel
Pechvogel der Meisenheimer bleibt Maurizio Lörsch. Nach einem Eckball brachte er die SGM in Führung (17.), musste aber früh mit einer Hüftverletzung vom Feld. Alexander Tiedtke war einer der wenigen Meisenheimer im Aufgebot, der schon einmal in Zweibrücken gewonnen hatte, und sorgte mit einem Doppelpack (30., 86.) dafür, dass nun auch seine Mitspieler beim befreundeten Klub jubeln durften. Zudem traf Mika Maurer (67.). Er war im Strafraum gefoult worden und trat selbst zum Elfmeter an. „Mika hat sich direkt den Ball geschnappt“, erzählte Bohr. Der TSC-Ehrentreffer ging auf das Konto von Florian Steinhauer (72.).
Am Sonntag um 15 Uhr geht es auf dem Meisenheimer Kunstrasen weiter in den Duellen mit Abstiegskandidaten, zu Gast ist die SG Rieschweiler. „Es ist schon verblüffend, welch gut besetzte Teams noch zittern müssen“, sagt Bohr und ergänzt: „Es mag langweilig klingen, aber für die SG Rieschweiler gilt das Gleiche wie für den TSC Zweibrücken. Wir müssen da höllisch aufpassen. Das wird kein Selbstläufer.“ Die Doppelbelastung sieht er nicht als Problem an. Bohr: „Die Kraftfrage ist für mich kein Alibi.“
SG Meisenheim: Körner – Wurdel, P. Mohr, Mau. Lörsch (29. Schneider), Hill (78. H. Hautz) – Bock, Höft (78. Giselbrecht) – Praß, Maurer, Rodriguez – Tiedtke (88. Seng).