Regeländerungen zur neuen Saison

Artikel vom 2. Juli 2026
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Diese Regeländerungen gibt es im Fußball zur Saison 2026/27
Die Landesverbände informieren aktuell über wichtige Regeländerungen im Fußball zur Saison 2026/27. Die Anwendung dieser teils angepassten Regeln wird bereits während der Weltmeisterschaft umgesetzt, schließlich haben die internationalen Regelhüter - das International Football Association Board (IFAB) - die Beschlüsse auf dem 27. ordentlichen Verbandstag gefasst. FuPa erklärt, was sich im Fußball und damit auch für die Amateurfußballer ab sofort ändert.
Kein Zeitspiel mehr bei Einwürfen und Abstößen
Ab sofort gibt es Countdowns im Falle von Zeitverzögerungen bei Einwürfen und Abstößen (Regeln 15 & 16). Verzögert ein Spieler, eine Spielerin oder ein Team die Spielfortsetzung, zeigen die Schiedsrichter künftig einen fünfsekündigen Countdown per Hand an.
Läuft dieser Countdown ab, ohne dass das Spiel fortgesetzt wurde, wechselt der Ballbesitz. Bei einem Einwurf erhält das gegnerische Team den Einwurf. Bei einem Abstoß bekommt der Gegner einen Eckstoß zugesprochen. Die Regel orientiert sich am bereits eingeführten Countdown für Torhüter, die den Ball zu lange in den Händen halten.
Keine Verzögerung mehr bei Auswechslungen
Auch bei Auswechslungen wird das Regelwerk konkreter (Regel 3). Nachdem ein Wechsel angezeigt wurde, muss der auszuwechselnde Spieler das Feld innerhalb von zehn Sekunden verlassen.
Geschieht das nicht, darf der eingewechselte Spieler nicht sofort auf den Platz. Er muss mindestens eine Minute warten und darf erst bei der nächsten Spielunterbrechung eingewechselt werden. Der ausgewechselte Spieler darf in dieser Zeit nicht auf dem Feld bleiben. Das betroffene Team spielt also vorübergehend in Unterzahl.
Ziel der Anpassung ist es, Verzögerungen bei Auswechslungen zu reduzieren und die tatsächliche Spielzeit zu erhöhen.
Unterzahl nach Verletzungsunterbrechungen: Es muss mit Ausnahmen gewartet werden
Eine ähnliche Konsequenz kann es künftig nach Verletzungsunterbrechungen geben (Regel 5). Wird ein Spieler auf dem Feld behandelt, untersucht oder verursacht er durch eine Verletzung eine Spielunterbrechung, muss er anschließend das Spielfeld verlassen.
Danach muss er mindestens eine Minute warten, bevor er zurückkehren darf. Anders als bei verzögerten Auswechslungen muss dafür aber nicht zwingend die nächste Unterbrechung abgewartet werden. Die Rückkehr ist auch im laufenden Spiel möglich, wenn der Schiedsrichter sie erlaubt.
Ausnahmen gibt es unter anderem bei Verletzungen von Torhütern, schweren Verletzungen, Zusammenprällen mehrerer Spieler desselben Teams oder wenn ein Spieler durch ein verwarnungs- oder feldverweiswürdiges Foul verletzt wurde und die Behandlung schnell abgeschlossen ist. Auch wenn ein Strafstoß verhängt wurde und der verletzte Spieler diesen ausführen soll, muss er nicht zwingend eine Minute warten.
Vorteil nach fehlerhafter Spielfortsetzung
Schiedsrichter können künftig auch nach einer fehlerhaft ausgeführten Spielfortsetzung auf Vorteil entscheiden (Regel 5). Ein Beispiel: Ein Spieler will einen Einwurf korrekt ausführen, verliert dabei aber den Ball. Normalerweise wäre das ein falscher Einwurf und der Gegner bekäme den Ball.
Entsteht für den Gegner aus dieser Situation aber unmittelbar ein Vorteil (Gegenspieler erobert Ball), darf der Schiedsrichter weiterspielen lassen. Wichtig bleibt: Die grundsätzliche Absicht der Spielfortsetzung muss korrekt gewesen sein.
Keine Verwarnung nach Tor aus Vorteil
Auch bei persönlichen Strafen gibt es eine Anpassung (Regel 12). Wird eine offensichtliche Torchance verhindert, der Schiedsrichter lässt aber Vorteil laufen und es fällt anschließend ein Tor, gibt es künftig keine zusätzliche Verwarnung mehr.
Das betrifft beispielsweise Situationen nach einer Notbremse, wenn der Angriff trotzdem erfolgreich abgeschlossen wird, oder Fälle, in denen ein Verteidiger den Ball zunächst auf der Linie mit der Hand abwehrt, der Gegner aber direkt danach doch noch trifft.
Schmuck bleibt nur sicher erlaubt
Beim Tragen von Schmuck wird die Regel etwas gelockert (Regel 4). Schmuck oder Accessoires sind künftig erlaubt, wenn sie ungefährlich sind und sicher abgedeckt werden.
Trotzdem bleibt der Grundsatz bestehen: Es darf keine Gefahr für Spieler, Gegenspieler oder Schiedsrichter entstehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet beim Fußball weiterhin auf Schmuck.
Das Spiel soll schneller werden
Die Regeländerungen folgen einem klaren Ziel: Das Spiel soll schneller, fairer und weniger anfällig für bewusste Verzögerungen werden. Besonders die Countdowns bei Einwürfen und Abstößen sowie die neuen Vorgaben bei Auswechslungen und Verletzungsunterbrechungen setzen dort an, wo in der Praxis oft Zeit verloren geht.
Für Spieler und Trainer bedeutet das allerdings auch: Gewohnheiten müssen angepasst werden. Wer Einwürfe, Abstöße oder Wechsel verschleppt, riskiert künftig unmittelbare Nachteile - bis hin zu Ballverlust, Eckstoß oder vorübergehender Unterzahl. Das dürfte vor allem in engen Spielen spürbar werden.
Insgesamt sind die Änderungen nachvollziehbar. Sie erhöhen den Druck, Spielfortsetzungen sauber und zügig auszuführen, und geben Schiedsrichtern klarere Werkzeuge an die Hand. Entscheidend wird sein, wie konsequent und einheitlich die Regeln im Amateurfußball angewendet werden können.
Wichtig: Alle Regeländerungen, die das IFAB für den Fußball beschließt, gelten für alle Fußballer weltweit!
Regelerklärungen entnommen von FuPa.net
Titelbild KI-erzeugt
