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Regelung für die Spielklassenreform

Artikel vom 26. Juni 2026

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    Wo muss mein Klub landen, um den Aufstieg zu schaffen?

    Der Meister der C-Klasse kann in der kommenden Saison unter bestimmten Voraussetzungen in die A-Klasse klettern. Die Auf- und Abstiegsregelungen des SWFV für die nächste Spielzeit sind allen Klassen spannend – und attraktiv.

    Wie viele Aufsteiger gibt es, und wie viele Mannschaften müssen absteigen? Diese beiden Fragen beschäftigen die Vereine im Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) vor dem Start in die neue Runde. Die Fragen sind deshalb noch spannender als sonst, weil im SWFV bekanntlich in der Saison 2027/2028 eine Spielklassenreform greift. Der Spielbetrieb wird dann mit einer Verbandsliga, drei Landesligen, sechs Bezirksligen, 15 A-Klassen und maximal 36 B-Klassen organisiert. Die C-Klassen in der aktuellen Form werden abgeschafft. Die veränderte Ligenstruktur erfordert für die jetzt bevorstehende Saison 2026/2027 eine andere Auf- und Abstiegsregelung als bisher. Oder anders gesagt, die anstehende Spielzeit ist eine Qualifikationssaison für die darauffolgende Runde.

    Die Fragen nach Auf- und Abstieg hat der SWFV jetzt beantwortet. In manchen Sonderfällen ist diese Antwort reichlich kompliziert, aber grundsätzlich gilt, dass es ab der Bezirksliga viel mehr Aufsteiger als sonst geben wird – und deutlich weniger Absteiger. Es wird attraktiv. So sehen die Regelungen aus.

    Verbandsliga: In der obersten Spielklasse des SWFV hat sich naturgemäß praktisch nichts verändert. Der Meister steigt direkt in die Oberliga auf, der Zweite bestreitet Aufstiegsspiele gegen die Zweiten der Rheinlandliga und Saarlandliga.

    Absteigen müssen im Idealfall zwei und im Regelfall (wenn der Zweite den Aufstieg in die Oberliga nicht schafft) drei Teams. Die Anzahl kann sich bei entsprechender Absteigerzahl aus der Oberliga auf sechs erhöhen. Für die Verbandsliga-Vereine gilt: Erst auf Rang elf besteht hundertprozentige Sicherheit auf den Klassenverbleib – und wer Letzter oder Vorletzter wird, ist sicher abgestiegen.

    Landesliga: Wie gehabt gilt: Die Meister steigen in die Verbandsliga auf. Die Tabellenzweiten der Landesligen ermitteln in Hin- und Rückspiel einen weiteren Aufsteiger in die Verbandsliga.

    Absteigen ist in der kommenden Saison gar nicht so leicht. Selbst das Schlusslicht darf noch hoffen, denn nur der Verlierer eines Entscheidungsspiels der Letzten der Ost- und West-Staffel muss in die Bezirksliga. Im Klartext: Nur eine von insgesamt 32 Landesliga-Mannschaften steigt diesmal ab.

    Bezirksliga: Sicher aufsteigen werden die drei Ersten. Doch es sind auch mehr Aufsteiger möglich. Abhängig von der Absteigerzahl aus der Verbandsliga können auch Viert- und sogar Fünftplatzierte aufsteigen. Je weniger Mannschaften aus der Verbandsliga absteigen, desto mehr Klubs klettern aus der Bezirksliga nach oben. Bei bis zu maximal vier Verbandsliga-Absteigern katapultiert sich auch der Vierte aus der Bezirksliga sicher nach oben. Ziemlich wahrscheinlich ist es deshalb, dass die vier Fünftplatzierten der Bezirksliga Relegationsspiele machen. Diese werden im Halbfinal-Finalmodus (Nahe gegen Westpfalz und Rheinhessen gegen Vorderpfalz) ausgetragen, um so die Relegationsplätze eins bis vier zu ermitteln. Je weniger Mannschaften aus der Verbandsliga absteigen, desto mehr Fünfte schaffen es. Im Idealfall (nur zwei Verbandsliga-Absteiger) können als die vier Vierten und zwei Fünfte aufsteigen. Sollten tatsächlich mehr als vier Vereine die Verbandsliga verlassen, würde kein Fünfter aus der Bezirksliga aufsteigen und die Viertplatzierten eine Relegationsrunde austragen. Im schlechtesten aller Fälle (sechs Verbandsliga-Absteiger) dürften nur zwei Vierte aus der Bezirksligaebene aufsteigen.

    Die Schlusslichter der vier Bezirksligen steigen nur sicher ab, wenn es fünf oder sechs Absteiger aus der Verbandsliga gibt. Mit jedem Verbandsliga-Absteiger weniger reduziert sich auch die Absteigerzahl der Bezirksliga-Schlusslichter. Diese spielen eine – wie oben beschriebene – Relegationsrunde. Im absoluten Idealfall (zwei Absteiger aus der Verbandsliga) steigt aus der Bezirksliga-Ebene nur eines der vier Schlusslichter ab.

    A-Klasse: Die Plätze eins bis fünf haben den Sprung in die Bezirksliga geschafft. Abstiegssorgen muss sich nur der Tabellenletzte machen, doch er hat noch eine Chance. Die beiden Schlusslichter der A-Klassen Birkenfeld und Bad Kreuznach bestreiten ein Entscheidungsspiel. Nur der Verlierer muss tatsächlich in die B-Klasse.

    B-Klasse: Angesichts der Tatsache, dass die C-Klassen in der aktuellen Form abgeschafft werden, lässt sich das Abstiegsgespenst in der B-Klassen-Ebene diesmal nicht blicken. Den sportlichen Klassenerhalt haben also alle Mannschaften schon vor dem ersten Anpfiff geschafft.

    Aufsteigen werden aus jeder B-Klasse sicher sechs Mannschaften, sofern sie auch aufstiegsberechtigt sind. Gerade bei zweiten Mannschaften sind Aufstiegsberechtigungen mitunter fraglich, denn auch nach der Spielklassenreform darf auf jeder Ebene nur eine Mannschaft eines Vereins aktiv sein. Die unterste Ebene, dann die B-Klasse, bildet eine Ausnahme.

    Doch grundsätzlich gilt, dass aus jedem Kreis aus der B-Klasse zwölf Mannschaften (sechs pro Staffel) sicher aufsteigen. Ein 13. Team kommt dazu, doch dieses 13. Team kann auch ein C-Klasse-Meister sein. Aus den C-Klasse-Staffeln der Kreise darf nämlich der Meister (sofern er aufstiegsberechtigt ist) gegen die Siebten der B-Klasse den 13. Aufsteiger ermitteln. Im Klartext: Ein C-Klasse-Meister kann diesmal direkt in die A-Klasse aufsteigen.

    C-Klasse: Die Meister haben eine Aufstiegschance zur A-Klasse. Im Kreis Birkenfeld zum Beispiel sieht das so aus, dass es in Staffel 2 keine aufstiegsberechtigten Mannschaften gibt. Chancen haben nur zweite Mannschaften aus Staffel 3 (sofern ihre erste Mannschaft in die Bezirksliga aufsteigt) sowie die vier ersten Mannschaften aus Staffel 1, TuS Rötsweiler-Nockenthal, SV Wilzenberg-Hußweiler, TuS Hintertiefenbach und TV Grumbach. Der Meister von Staffel 3 würde dann im Halbfinale gegen den Siebten von B-Klasse-Staffel BIR 1 spielen, während der Meister von C-Klasse-Staffel 1 gegen den Siebten von B-Klasse-Staffel BIR 2 kicken würde. Die Gewinner würden dann in einem Endspiel den 13. A-Klasse-Aufsteiger ermitteln.

     

    Bericht von Sascha Nicolay für die Rhein-Zeitung