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Artikel vom 3. Juni 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    Vorbericht in der Rhein-Zeitung von Olaf Paare

    Aufstiegsspiel in Desloch

    Bohr setzt auf Dachse, Verstärkungen und Standards

    Aufstiegsspiele zur Verbandsliga sind an der Nahe eine Rarität. Deshalb ist die Vorfreude groß auf die Partie am Samstag in Desloch, die die gastgebende SG Meisenheim gewinnen muss, wenn sie weiter im Geschäft bleiben möchte.

    325 Einwohner zählt der Ort Desloch. Es gilt als sicher, dass am Samstag die Zahl der Besucher auf dem Deslocher Sportplatz die Einwohnerzahl des Dorfs deutlich übersteigen wird. Das Interesse am zweiten Aufstiegsspiel zur Verbandsliga, zu dem die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied um 15 Uhr den SV Büchelberg empfängt, ist riesig.

    Schon in Büchelberg machten die Dachse, der Fanklub der SG, mächtig Stimmung. „Am Samstag werden noch ein paar Dachse mehr aus ihrem Bau kommen und vom Hügel vor dem Sportheim aus uns unterstützen. Darauf bauen wir“, sagt SGM-Trainer Jens Bohr. Die jüngere Deslocher Geschichte ist reich an Geschichten, an denen die Fans ihr Team anpeitschen. Vor allem im Pokal gab es einige Höhepunkte und Beispiele, als die Fans angeschoben haben.

    Und den Charakter einer Pokalpartie hat auch das Aufstiegsspiel am Samstag. Nach der 1:2-Niederlage am Dienstag hilft der SGM schließlich nur ein Sieg, um das dritte Spiel am Mittwoch um 19.30 Uhr in Worms (Nibelungen-Sportanlage) zu erreichen. Bei einem Unentschieden oder einer SGM-Niederlage am Samstag steigen die Gäste aus Büchelberg auf, die mittlerweile zum dritten Mal über die Aufstiegsrunde in die Verbandsliga springen wollen. Die beiden bisherigen Versuche scheiterten.

    „Wir wissen, dass nur ein Sieg zählt. Das Schöne ist aber, dass wir trotz aller Lust aufzusteigen das Ganze ohne Druck und Zwang, dafür mit einer gewissen Leichtigkeit angehen können. Schon das jetzt Erreichte ist ein großer Erfolg“, betont Bohr und fügt an: „Wir wollen speziell das Heimspiel genießen und Spaß am Fußball haben.“

     Moritz Wurdel und Alex Tiedtke sind wieder dabei

    Das Spiel in Büchelberg zeigte, dass sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe bewegen. „Wir sind absolut konkurrenzfähig. Das wird einige überrascht haben. Wir wollen die Büchelberger zu Hause bei uns erneut kitzeln“, erklärt der Coach.

    Er hat den großen Vorteil, dass er personell nachlegen kann. In Moritz Wurdel und Alex Tiedtke kehren zwei absolute Leistungsträger, die am Dienstag aus beruflichen und privaten Gründen fehlten, in den Kader zurück. Leon Bock, der wegen einer Pflichtveranstaltung an der Uni nur verspätet nach Büchelberg anreisen konnte, ist dieses Mal von Beginn an dabei und wird in der Startformation stehen. Daraus macht Bohr kein Geheimnis. Warum auch, Bock ist seit Monaten der Antreiber im zentralen Mittelfeld. „Ansonsten werden wir mit dem Trainerteam und den Führungsspielern noch einmal die Köpfe zusammenstecken und überlegen, wie wir agieren“, sagt Bohr über die Personalpläne.

    Die fußballerischen Themen sind klarer: Mehr Flügelspiel soll es geben, auch mehr Schnittstellenpässe. „Wir werden aber auch noch einmal über die Standards sprechen müssen. Die müssen noch besser, noch schärfer kommen in solch einer wichtigen Partie“, fordert der Meisenheimer Trainer und hofft, dass im Spiel des Jahres alles passt, um das nächste Kapitel der Deslocher Erfolgsgeschichten zu schreiben.